Frage:

Wieso ist eine Temperaturüberwachung im EDV- / Serverraum so wichtig?

Antwort:

Bekanntlich produzieren die im 19 Zoll Serverschrank installierten Server-, Storage- und Netzwerk- Systeme jede Menge Abwärme. Wird die Temperatur im EDV- oder Serverraum nicht gemessen und überwacht, können bei Übertemperatur oder Hitze u.a. folgende Probleme auftreten:  

  • Nicht mehr reagierende Anwendungen / Programme
  • Bluescreen-Absturz
  • Verringerte Netzwerk Performance
  • Temperaturbedingter Ausfall von HDD- und SSD- Datenträgern
  • Reduzierung der Lebensdauer der IT-Hardware

Eine fehlende Temperaturüberwachung im Serverraum / Rechenzentrum kann zu erhöhten IT-Betriebskosten führen. Des weiteren ist in einer unbewachten IT-Infrastruktur das Risiko eines temperaturbedingten IT-Ausfalls signifikant höher einzuschätzen.

Um Schäden an der Hardware und teure IT Ausfallzeiten zu vermeiden, sollte grundsätzlich ein geeignetes IT Überwachungssystem vorhanden sein. Die vom Umweltfaktor Temperatur ausgehenden Risiken und Gefahren, wie ein plötzlicher Temperaturanstieg im Serverraum oder ein unerkanntes Hitzenest im IT-Rack, können so frühzeitig erkannt und in Form eines E-Mail- oder SMS- Alarms den zuständigen Technikern und IT-Verantwortlichen gemeldet werden. Unternehmen und Behörden, die ihre IT-Infrastruktur(-en)  mit Unterstützung von DCIM Lösungen oder Netzwerk-Management-Systemen (Nagios, check_MK, Icinga, OpenNMS, PRTG, Zabbix usw.) überwachen, erhalten den Temperaturalarm in Form von SNMP Meldungen (Simple Network Management Protocol).

Das weit verbreitete SNMP Protokoll ist seit geraumer Zeit in der Version SNMP v3 verfügbar. Aus Gründen der (Zukunfts-) Sicherheit, sollte das im Serverraum oder Rechenzentrum installierte IT Überwachungssystem das verschlüsselte SNMPv3 Protokoll unterstützen.


Frage:

Nach einem Totausfall der Klimaanlage haben wir uns der Notwendigkeit einer Lösung für die 24x7 Temperaturüberwachung im Serverraum überzeugen lassen. Wieso sollten wir zusätzlich auch die Luftfeuchte im Serverraum messen und überwachen?

Antwort:

Auch im Serverraum oder Rechenzentrum muss die relative Luftfeuchtigkeit (rF) kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet werden. Ist die Luftfeuchte im Serverraum / RZ zu niedrig, droht eine statische Entladung der Luft. Eine elektrostatische Entladung kann schlimmstenfalls die sensiblen Bauteile von Servern, Netzwerk- und Storage- Systemen irreparabel beschädigen.

Wiederum kann eine zu hohe Luftfeuchte die Bildung von Kondensat begünstigen. So kann sich die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit (Kondensat) beispielsweise auf den Platinen der oftmals sehr teuren IT Hardware absetzen. Hier drohen dann elektrischer Kurzschluss oder Korrosion.

Der Hersteller Didactum bietet für die Messung der relativen Luftfeuchtigkeit einen geeigneten Sensor an. Auch ein Kombisensor ist für die webbasierten Mess- und Überwachungsgeräte erhältlich, so dass die beiden wichtigen Umwelteinflüsse Temperatur und Luftfeuchtigkeit gemessen und überwacht werden können.


Frage:

Wir möchten die am Produktionsstandort erfassten Sensordaten mit einer Messdatensoftware hier in unserer Zentrale überwachen und auswerten. Welche Protokolle unterstützen die webbasierten Mess- und Überwachungsgeräte von Didactum?

Antwort:

Die Monitoring-Systeme von Didactum unterstützen die Protokolle SNMPv1, SNMPv2c sowie das verschlüsselte SNMPv3 Protokoll und können in Automations-, DCIM- Messdatenanalyse- sowie Netzwerkmanagement- Software eingebunden werden. Die zur Einbindung in 3rd Party Software benötigte SNMP MIB Datei kann direkt aus dem mehrsprachigem Webinterface des Monitoring-Systems geladen werden.


Frage:

Weshalb sollte das im Serverraum installierte Überwachungssystem mit einem internem GSM Modem ausgestattet werden? Eigentlich sollten Warn- und Alarmmeldungen in Form von E-Mail und SNMP Traps ausreichend sein.

Antwort:

Ein GSM- bzw. LTE- Modem ist empfehlenswert, wenn die zu überwachende Infrastruktur über keinen Netzwerk- oder Internetanschluss verfügt. Denken Sie bitte auch an einen Ausfall der (V)DSL Leitung oder an eine Glasfaser Störung. Auch der Mail Server (z.B. Microsoft Exchange) kann ausfallen, so dass ein im Monitoring System eingebautes GSM- / LTE- Modem wertvolle Dienste leisten kann. Wichtige Messdaten und Alarmmeldungen können dann über das GSM- oder LTE- Mobilfunknetz abgesetzt werden. So erhalten die Techniker und die Verantwortlichen den Alarm automatisch auf ihre Handys / Smartphones. Stand Oktober 2018 kann jedes mit einem GSM- bzw. LTE- Modem ausgestattete Überwachungssystem SMS-Benachrichtigungen an bis zu 10 verschiedene (Mobilfunk-) Rufnummern verschicken. Der Inhalt der SMS Nachricht kann mit Unterstützung der umfangreichen Didactum Makrofunktionen individuell angepasst werden.


Frage:

Ich bin IT-Leiter einer inhabergeführten Firma. Wir haben 40 Bildschirmarbeitsplätze. Im Rekordsommer 2018 fiel mehrfach das im Serverraum installierte Klimagerät aus. Die dort installierten Server und Backup Systeme überhitzen. Als Folge von defekter Hardware, hatten wir beachtliche IT-Ausfallzeiten. Ich bat meinen Chef, eine Temperaturüberwachung inklusive SMS-Alarmierung für den Serverraum zu beschaffen. Diesen Vorschlag hat er strikt abgelehnt, da die IT Abteilung bereits zu viel Geld kosten würde. Ein herkömmliches Thermometer täte es ja auch, so seine Aussage. Wer trägt die Verantwortung bei einem erneuten Ausfall der IT?

Antwort:

Informationen zum Thema „Ausfallsicherheit des IT-Systems ist Chefsache“ finden Sie hier im Technologieportal. Sie sollten dem Chef die fehlende IT-Sicherheitstechnik in einer E-Mail auflisten. Nützliche Hinweise zu möglichen Schwachstellen im Serverraum finden Sie im IT-Grundschutz-Katalog des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Kopie der E-Mail sollten Sie vielleicht ausdrucken und diese - für den „Fall der Fälle“ - mit nach Haus nehmen.


Frage:

Wir setzen für die zentrale Überwachung unserer verteilten Standorte die Fernüberwachungsgeräte von Didactum ein. Wie hoch ist die maximal zulässige Betriebstemperatur dieser Geräte?

Antwort:

Stand 02/2019 können die Ethernet-gestützten Fernwirk- und Fernüberwachungssysteme der Modellreihen 50 / 100 IV (DC) / 400 / 500 II (DC) in einer Betriebsumgebung von -10° C  bis  max. +85° C bei 5% bis max. 95% relativer Luftfeuchtigkeit (nicht kondensierend) eingesetzt werden. Jedes Fernwirk- und Fernüberwachungssystem von Didactum ist mit einem Onboard Temperaturfühler für die Messung und Überwachung der Gehäuseinnentemperatur ausgestattet. Sollte die maximal zulässige Betriebstemperatur überschritten werden, so können Sie sich auf Wunsch per SNMP Trap, E-Mail und / oder SMS (via GSM- / LTE- Modem oder E-Mail SMS Server) benachrichtigen lassen. Optional kann auch eine Alarmsirene inklusive LED Blitzlicht an das Fernüberwachungssystem angeschlossen werden, um die kritische Betriebstemperatur audiovisuell zu melden.


Frage:

Wir setzen für die Messung und Überwachung unserer Lagerräume ein IP Thermometer in Form des Monitoring Systems 50 ein. Die Benachrichtigungen und Alarme bei Unter- bzw. Überschreitung der geforderten Raumtemperatur haben wir bereits eingerichtet. Die Aufsichtsbehörde verlangt von uns nun einen Nachweis, ob die maximal zulässige auch eingehalten wurde. Mit welcher Software können wir die Daten der Temperaturaufzeichnung  bearbeiten?

Antwort:

Die in Echtzeit aufgezeichneten Messdaten der am Monitoring System angeschlossenen Temperatursensoren werden im eingebauten Datenlogger gespeichert. Mit Unterstützung der im Web-Interface integrierten Sensor Graphing Funktion, können Sie sich den Temperaturverlauf der letzten Minuten,  Stunden oder Tage grafisch darstellen lassen. Hier können sich den Messwertverlauf einzelner Sensoren, als auch von mehreren Sensoren gleichzeitig darstellen lassen. Erstellen Sie sich per Screenshot die benötigten Grafiken und binden Sie diese in Ihren Report ein. Um die Messdaten der Temperatursensoren zu exportieren, gehen Sie im „Systemmenü“ auf den Reiter „Export“. Hier können Sie die Sensordaten im XML- oder CSV- basierten Datenformat aus dem IP Thermometer exportieren. Die Temperaturmessdaten können Sie dann beispielsweise mit Microsoft Excel in Diagrammform (z.B. Liniendiagramme) oder als Sparklines grafisch aufbereiten. Durch Einsatz von Skriptsprachen (u.a. Python) können die in den CSV- und XML- Dateien enthaltenen Messdaten ebenfalls weiter verarbeitet werden. Auch bietet sich das Open Source Tools Cacti an. Die vom Monitoring System 50 erfassten Sensorwerte (Temperatur, Luftfeuchte, Spannung usw.) werden per SNMP (Simple Network Management Protocol) an  Cacti übertragen. Vereinfacht gesagt, werden die über LAN / WAN übertragenen Messdaten in einer Datenbank gespeichert und können mit Cacti Tool hervorragend grafisch dargestellt werden. Ein Export der visualisierten Messdaten als .png oder .gif Grafik wird von Cacti unterstützt.

 

 

 

Alternativ können die am Monitoring System 50 angeschlossenen Temperatursensoren auch in SNMP kompatible SCADA-, Gebäude- und Netzwerkmanagement- Software integriert werden.

Exemplarisch seien hier Monitoring Lösungen wie HP OpenView, Nagios, check_MK, Icinga 2, OpenNMS, PRTG, WhatsUp Gold oder Zabbix genannt.

 


Frage:

Nach einem IT-Sicherheitsaudit verlangt der Prüfer eine Überwachung der Tür unseres Rechenzentrums (RZ). Sollte die Tür länger als 30 Sekunden offen stehen, so muss eine Meldung an unsere PRTG Netzwerküberwachung erfolgen. Des weiteren verlangt der Prüfer eine audio-visuelle Alarmierung. Mit welcher Lösung können wir diese Forderungen erfüllen?

Antwort:

Das SNMP-kompatible Mess- und Überwachungssystem 100 kann mit einem Sensor Magnetkontakt und einer Alarmsirene inklusive Blitzlichtfunktion ausgestattet werden. Der Sensor Magnetkontakt wird ganz einfach am zwischen der Tür und dem Türrahmen befestigt. Die Sirene wird an einem der beiden 12V Ausgänge angeschlossen. Danach können Sie im logischen Schema Ihres Ethernet-basierten Mess- und Überwachungssystems den Sensor Magnetkontakt konfigurieren. Hierzu stehen Ihnen Zeit- und Triggerfunktionen zur Verfügung. Das Monitoring System 100 kann SNMP Traps an PRTG verschicken und auch die Alarmsirene schalten. Da der Sensor Magnetkontakt mit einer OID ausgestattet ist, kann die PRTG den aktuellen Zustand der Tür (offen / geschlossen) direkt abfragen.